Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren


http://myblog.de/xajaran

Gratis bloggen bei
myblog.de





Liebe und andere Katastrophen (Fortsetzung 1)

Ich wünsche mir nichts sehnlicher als einen Tag mit ihm allein. Ich würde mir soviel einfallen lassen, selbst wenn am Ende alles anders käme als ich es geplant habe.
Ich würde einen Tag mit ihm am Meer verbringen, mir die Poesie aus dem Leibe reden um ihm zu umsäuseln. Ihm den Sonnenuntergang auf meine Art zeigen und darauf hoffen, dass er erkennt was ich ihm bin. Oh Paul.
Oder besser noch. Einen verschneiten Tag in einer Holzhütte, in der man den ganzen Tag kuscheln muss damit man nicht friert.
Da würde er auch das bisschen Hüftgold was ich mir angefuttert habe nicht so wahrnehmen. Wie auch immer.
Mit ihm würde ich am offenen Kamin sitzen wollen und dann das Verlangen prickeln lassen, dann was ganz anderes zu tun als zu reden.
Wie romantisch, währe da nicht das Hüftgold, aber wer achtet schon darauf beim knutschen.
Oh Paul, mein Paul.

Eigentlich sollte ich ja schlauer sein und ihn links liegen lassen. Oder rechts. Nur so lange bis Gras über die Sache gewachsen ist. Falls Gras überhaupt über Gefühle wachsen kann. Oh man, was tue ich mir da nur an.
Ich sollte ihn einfach vergessen.
Aber wie soll ich das machen, wenn ich ihm jeden Tag über den Weg laufe. Ihn jeden verdammten Tag aufs neue lachen sehe und genau weiß, dass er für mich unerreichbar nah ist.
Ich sollte eine andere Schule besuchen. Oder besser noch, umziehen, in eine andere Stadt. Auf einen anderen Kontinent oder noch besser. Auf einen anderen Planet. Die Distanz wird mir schon beim Vergessen helfen.
Hoffe ich.
Ach Paul, du bereitest mir soviel Schmerzen und ich lasse es zu, ich blöde Kuh.
Warum?
Ich könnte doch soviel erreichen, wenn ich mich nicht von ihm herunter zeihen lassen würde.
Also, warum Emma, warum tust du dir das noch an. Warum lässt du das zu?

So Emma Schluss mit Selbstgesprächen. Da kommt dein Held.
Mein Herz schlägt immer schneller und schneller. Es zerreist mir fast die Brust. Supi und diese Schmetterlinge im Bauch. Ich schwebe.
Paul, ich liebe dich.
Schon blöd das ich das jetzt nicht endlich laut gesagt habe. Und ich schwebe weiter und weiter und...
Na toll ich bin hingefallen. Als hätte mir jemand mit der Faust ins Gesicht gehämmert.
Er ist, wie so oft, nicht allein. Tina erschient neben ihm im Türrahmen der Mensa und grinst wie ein Pferd so breit übers Gesicht.
Nie hatte ich gedacht das man mich so verletzen kann und doch haben die beiden es geschafft.
Es reicht ihnen noch nicht, mich verletzt zu haben.
Nein.
Jetzt tauchen sie auch noch überall auf.
Ja, ich habe euch gesehen und ja ich leide. Es tut weh. Vor allem schmerzt es mich sehr zu sehen, dass sie nur Freundschaft will und ich mit ansehen muss, wie er seine Liebe zu ihr wirft. Doch sie steht da und lässt sie grinsend fallen. Sie läst es fallen als hätte es keinen Wert.
Wie gerne würde ich diesen Schatz auffangen.
Aber mir wirft er den ja nicht zu.
Ich bin soweit davon entfernt an ihre Stelle zu rücken, wie der Bettler vom König sein. Anscheinend bin ich ihm nicht nah genug. Außerdem kennt er meine Gefühle ja nicht.

Man könnte bei mir schon von Verzweifelung sprechen. Ich kann so nicht mehr weitermachen.
Zumindest in Gedanken habe ich es ihm schon tausend Mal gesagt.
Paul, ich liebe dich!
Ich würde es ihm unter vier Augen sagen und er würde mir tief in die Augen sehen und mich in den Arm nehmen und küssen. Eben so wie in diesen Schnulzenfilmen.
Gut, in Gedanken würde das so aussehen. In Wirklichkeit würde ich mich bis zum Abschluss noch nicht getraut haben, ihm dass zu sagen.
Vielleicht ist das auch besser so. Ich glaube ich würde eine Ablehnung jetzt wirklich nicht verkraften. Im Moment ist es wohl besser zu wissen, dass er mich übersieht als damit leben zu müssen, dass er mich niemals mit anderen Augen als die eines Freundes ansehen wird.
Aber nichts desto trotz habe ich bei den schönen Gedanken auch das Kribbeln im Bauch und diese Leichtigkeit im Herzen.
Ganz ehrlich, das Denken hilft mir ja auch nicht weiter. Ich kann ja noch nicht mal mit jemandem darüber reden, weil ich so einen Schiss habe, dass es ihm jemand verrät. Wenn er das nicht versteht und dann alle anfangen über mich zu reden und mich auslachen. Gruselige Vorstellung.
Nun egal wie ich es drehe und wende ich komme zu dem Entschluss, es für mich zu behalten . Basta.

Hilfe! Was nun!
Er kommt auf mich zu. Direkt, zielgerichtet und angepeilt auf meinen Tisch.
Ach währe er doch jetzt alleine. Er würde sich zu mir setzet, mit mir sprechen und ich könnte wieder total unauffällig in seinen Augen verschwinden.
Aber nein, Tina ist ja da. Und sie kommt ihm hinterher gewatschelt. Was macht sie den jetzt? Sie biegt ab.
Sie biegt tatsächlich zu einem der Tische ab, die am Fenster stehen und begrüßt eine Gruppe Mädels aus der Parallelklasse.
Er kommt allein. Glück sei Dank.
Sollte ich jetzt was sagen. So was wie:
Hallo Paul, lange nicht gesehen.
Oder:
Na Paul, wie geht’s. Setzt dich doch!
Zu spät.
Er krallt sich den Stuhl neben mir, wirft seine Tasche auf den Tisch und lässt sich in den Stuhl fallen.
„Na Emma!“
Ich glaube ich sollte jetzt den Mund zu machen, sonst läuft da wirklich noch was raus. Ja, ich weiß. Ich schmachte schon wieder. Kann mir das jemand verübeln .
Nein.
„Haste Mathe schon gemacht?“
Ich nicke mit dem Kopf.
Ich glaube ich habe meine Sprache verschluckt. Scheiße.
„Cool, kannste mir die Lösungen geben?“
Ich nicke wieder. Aber jetzt kann ich auch wider sprechen.
„Klar Paul. Kein Problem!“
Und ich krame in meinem Rucksack nach den Mathesachen.
„Warst gestern wieder zu lange beim Fußballtraining?“
Ich lege ihm die Lösungen vor die Nase und muss nun daran denken, wie gerne ich das gestern gesehen hätte.
Hochverschwitzt, oben ohne und mit einem super Sechserpack am Bauch. Wow lecker.
„Ne Emma!“
Paul grabscht nach dem Zettel und steht auf.
„Aber meine Lösungen sind bestimmt nicht richtig. Darum wollte ich Tina deine geben. Du bist ja schließlich das Matheass!“
Er zwinkert mir noch zu und geht.
Ich sterbe.
29.12.13 22:58


Liebe und andere Katastrophen

So lange beobachte ich Paul schon. Wenn er an mir vorbei geht.
Immer ganz heimlich, damit er es nicht bemerkt. Ich schaue ihm sogar noch nach, wenn ich ihn eigentlich gar nicht mehr sehen kann, weil er schon längst um die Ecke gebogen ist.
Er sticht zwar nicht aus der Menge, aber er ist trotzdem so anders als die Anderen.
Er hat diese anziehende Wirkung auf mich. Irgendwie wie ein Magnet.
Wenn ich ihn ansehe, möchte ich in seinen dunklen Augen versinken, in seiner Nähe möchte ich schweben und seine Stimme weist mir den Weg in eine andere Ebene.
Ich möchte an seiner Brust sein Herz schlagen hören, das mir dann sagen soll:
Ohne dich geht es nicht!

Ich will es mir nicht eingestehen. Das es Liebe sein könnte, will ich nicht wahr haben. Und er quält mich doch so. Mit dem was er tut.
Ich schaue zu ihm auf, von ganz ganz unten und er merkt es nicht.
Jedes Mal spüre ich diese unsichtbare Faust in meinem Gesicht, wenn er sie umarmt, wenn er mir von ihr erzählt und ich davon träume „SIE“ zu sein.
Er erzählt mir , wie toll er sie findet. Wie gut sie aussieht. Oder was er alles schon für sie getan hat, wofür sie ihn bis heute nicht viel mehr beachtet hat. Was er alles noch für sie machen möchte. Das er ihre langen, weichen, blonden Haare streicheln möchte. Dass er ihren Atem ganz nah an sich spüren will. Dass er das blau ihrer Augen mit dem Ozean vergleichen kann und das er in ihrer Nähe vor verlangen vergehen möchte.
Quälend lausche ich seinen Worten, dem scherzhaftsüßem Klang seiner Stimme.
Ich schmachte ihn an und stelle mir vor, dass alles hätte er über mich gesagt.
Jetzt nur nicht auffliegen, er darf nichts merken.
Außerdem ist diese Qual mit der Wohltat bestückt, ihm ins Gesicht schauen zu dürfen, ohne es verstecken zu müssen. Ihm tief in die Augen zu schauen und tief in seine Seele zu sehen, was für ein Mensch er eigentlich ist.

Jedes Mal denke ich es mir, jedes verdammte Mal.
Die Beachtung die du bei ihr nicht bekommst, würdest du bei mir millionenfach zurück bekommen.
Nur mich, die dunkelhaarige, braunäugige, treue Seele, die willst du ja nie.
Was hat sie den was ich dir nicht geben kann?
Sie ist weiblich, so wie ich auch.
Sie ist witzig, aber ich bin es auch.
Sie sieht gut aus, aber wenn du genau hinschaust, tue ich das auch.
Soll ich dir vielleicht auch für jede gut gemeinte Sache gleich eine Schlag ins Gesicht verpassen? Bemerkst du mich dann?
Hallo, ich bin hier!
29.12.13 22:57


5.4.10 13:17


KOPFKINO

Das Kino beginnt

Vor dem inneren Auge

beginnt das Flimmern

Eine Musik wird eingespielt

Die Erwartungen hochgeschraubt

Ich sehe

Mich

Lachend

Glücklich

Erfüllt

Dann sehe ich noch mehr

Dich

Lachend

Glücklich

Erfüllt

Als ich sehen will

Wie die Zukunft aussieht

Ob WIR glücklich sind

Wird das Flimmern schwächer

Das Bild unscharf

Dann ist nichts mehr zu erkennen

3.12.09 17:35


Du

Deine Nähe suche ich

Deine Nähe brauche ich

Deine Nähe liebe ich

Deine Nähe ist mein Leben

 

In deiner Nähe bin ich gefangen

In deiner Nähe bin ich nicht mehr ich

In deiner Nähe kann ich nicht mehr atmen

In deiner Nähe bin ich glücklich, obwohl ich es nicht bin

In deiner Nähe bin ich tot, obwohl ich es nicht bin

 

Du zwingst mich, anders zu sein

Du zwingst mich, mich zu leugnen

Du zwingst mich, zu ersticken an dir

Du zwingst mich, einsam zu sein

Du zwingst mich, nicht mehr zu leben

 

Ich will lieben

Ich will geliebt werden

Ich will frei sein

Ich will bei dir sein

Ich will ich sein

Ich will dir gefallen

Ich will atmen

Ich will leben

 

Also du, was soll ich tun?

3.12.09 00:06


Eine Nacht die niemals endet

Es war mal wieder so weit. Friedlich lag ich in meinem Bett, darauf gefasst gleich dem heißersehnten Traumland entgegen zu schweben. Dann geschah es. Ich konnte das Tor zur anderen Welt schon berühren, als ich fortgerissen  wurde. Äußerst unsanft wie ich bemerken musste.

„Krrrrrr…..Krrrrrr….Krrrrrr.“

Wütend riss ich die Augen auf als mir dieses gedämpfte aber dennoch  nervenaufreibende Geräusch in die zugestopften Ohren drang.

Seit Jahren machte ich diese nächtlichen Folterungen schon mit. Freiwillig. Nun mehr oder weniger jedenfalls. Seit Jahren schlief ich nachts mit Ohropax.

„Liebe überwindet alle Hindernisse.“

Vom  nervenden Geräusch übertönt zwang ich mich mit diesem Spruch dazu, nicht völlig auszurasten.

„Krrrrrr….Krrrrrr…..Krrrrrr.“

Es half nichts. Mein Ärger darüber, dass er mich nicht schlafen lies, brodelte in mir. Ich drehte mich wutentbrannt um und rüttelte an seiner Schulter.

„Kannst du dich mal bitte umdrehen. Du schnarchst.“ sagte ich.

Er reagierte nicht. Ich rüttelte fester.

„Hallo, ey du schnarchst voll. Dreh dich um.“

Er gehorchte. Zufrieden drehte ich mich wieder um, so dass wir beinah Rücken an Rücken dort lagen. Ein wenig Platz blieb mir noch, also rutschte ich noch etwas nach hinten. Ich schloss die Augen.

„Krrrrrr……Krrrrrr…..Krrrrrr.“

Ganz leise, kaum hörbar drang es wieder zu mir durch. Ich atmete lauter so dass ich es durch die verstopften Ohren nicht hören musste.

Dann sah ich es. Es wahr gedämpftes Licht das mich begleitete und ich freute mich auf dass was als nächstes geschehen würde.

„Krrrrrr….Krrrrrr…Krrrrrr.“

Mit einem schellendem Dröhnen im Kopf riss ich die Augen auf.

Von der Straße schien leicht das Licht zum Fenster herein. Ich konnte sehen dass er sich wieder gedreht hatte. Röhrend lag er auf dem Rücken. Er schlief eindeutig.

„Krrrrrr…Krrrrrr…Krrrrrr.“

Sowas verlies seinen Mund nur wenn er schlief. Dann erspähte ich den Grund für meine Kopfschmerzen. Er machte es schon wieder. Seit einiger Zeit waren die Grenzen zwischen seinem schlafendem Gehirnteil und dem Bewegungsteil des Gehirns sehr eng verbunden. Seine Hand ruhte auf seiner Stirn. Er rieb sie sich. Schlafend. Der Ellbogen war in die Höhe gerichtet.

„Krrrrrr….Krrrrrr…Krrrrrr.“

Der schlingernde Ellbogen wackelte bedrohlich auf mich zu. Schnell holte ich meine Hand unter der Decke hervor um ihn abzufangen, bevor er mitten in meinem Gesicht landete.

„Schatz.“ Rüttelte ich an seiner Schulter.

„Schatz, du bist voll das Schnarchmonster. Dreh dich um. Ich will schlafen.“

Ich rüttelte noch mal, dann drehte er sich um.

In den nächsten drei Stunden änderte sich an dieser Situation nichts. Immer wieder als ich gerade das Traumland betreten wollte, riss er mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Meine Reaktion darauf wurde mit jedem Mal aggressiver, bis ich beschloss aufzustehen. Ich ging ins Bad und verrichtete mein Geschäft. Dann lief ich zum Kühlschrank um etwas zu trinken und legte mich wieder ins Bett. Er hatte sich schon wieder gedreht.

„Krrrrrr…Krrrrrr…Krrrrrr.“

Nun lag er so breit im Bett, das von den 140 cm der Matratze geschätzte 40 cm für mich übrig blieben. Vorsichtig krabbelte ich wieder ins Bett hinein, die Augen auf den gefährlichen Ellbogen gerichtet.

So verbrachte ich den Rest der Nacht. Mittlerweile war es jedoch schon 5 Uhr in der früh. Ich freute mich, dass er in zwei Stunden aufstehen würde um zur Arbeit zu fahren. Da ich nicht weis was in der Zeit von 5 bis 7 Uhr geschehen ist, muss ich vor Erschöpfung wohl eingeschlafen sein.

Dann klingelte der Wecker. Ich ignorierte ihn. Schließlich hatte ich heute frei und würde unter großer Garantie den fehlenden Schlaf nachholen.

Er klingelte nochmal. War die Smooth Funktion nun ein Fluch oder ein Segen?

Mir war es egal. Ich würde mich nicht rühren, bis er aufgestanden war, damit ich den Platz im Bett voll auskosten konnte.

Dann klingelte es erneut. Aber es war nicht der Wecker. Es Klingelte ein zweites Mal.

„Scheiß Wecker.“ Hörte ich ihn fluchen und grinste in mich hinein.

Er sprang aus dem Bett drückte den Türöffner und lies die Haustür einen Spalt offen. Dann flüchtete er ins Bad.

Ich befreite meine Ohren. Schlafen würde ich eh erst wieder wenn er weg war. Im Hausflur hörte ich wie jemand die Treppen hinauf kam, durch die Wohnungstür schritt und sich im Wohnzimmer auf das Sofa fallen lies.

Die Mitfahrgelegenheit.

Ich hörte die Spülung und kurz darauf wurde es taghell im Schlafzimmer.

„Sowas gemeines.“ Dachte ich. Er hatte das Licht eingeschaltet. Er suchte irgendwas.

Dann rüttelte er an mir.

„Wo sind meine Hosen?“

Ich gähnte und tat so als hätte er mich wirklich geweckt. Doch ich bekam nicht das ersehnte Mitleid.

„Im Schrank.“ Antwortete ich.

„Ja, aber wo?“

„Da wo sie immer liegen.“ Antwortete ich genervt.

„Und wo ist das?“

„Ganz rechts, drittes Fach. Mach doch die Augen auf.“ Brummte ich.

Er schnappte sich alles und verschwand. Er hatte sogar die Güte, dass Licht wieder auszuknipsen.

Zu spät. Ich war so wach, das ich nun auch aufstehen konnte um ebenfalls das Bad aufzusuchen und ihm zu zeigen wie müde ich war.

„Ich habe ja so schlecht geschlafen.“ Sagte er wehleidig.

„Ach was denkste den, wie es mir geht? Ich habe nur zwei Stunden geschlafen, wegen dir.“ Brummte ich vorwurfsvoll als ich in das Badezimmer schritt.

Dann hörte ich ihn rufen.

„Bis nachher.“

„Ich bin auf der Toilette, du denkst doch nicht dass ich jetzt antworte.“ Dachte ich.

„Hast du gehört? Ich bin jetzt weg.“

„Na toll.“ Dacht ich und antwortet mit einem kurzen Ja und einem Tschüss vom Bad aus.

„Weg.“ dachte ich als ich wieder auf dem Weg ins Schlafzimmer war.

Ich warf mich in das freie Bett und freute mich über 140 cm Freiheit und einer Reise ins Traumland.

Doch kaum das ich es betreten hatte wurde ich von einem metallenen Brummen geweckt, dass sich durch einen Knall ergänzte. Ich öffnete die Augen und fluchte über das offene Fenster und darüber das ich auf die Ohropax verzichtet hatte. Ich schaute auf die Uhr. Zehn nach neun.

„Na toll.“

Die Müllabfuhr holte die Mülltonen des Wohnhauses gegenüber des Schlafzimmerfensters ab.

Vier Tonnen, einem doppelten Knall und einem Strang Nerven später schlummerte ich wieder dahin.

„Möööööö…Krrrrrr…..Mööööö.“

Ich bereute es zu faul gewesen zu sein, weder das Fenster zu schließen noch die Ohropax in die Ohren gestopft zu haben.

Hinter dem Haus mähte der Hausmeister zum 100sten mal in diesem Monat den rasen. Das da überhaupt noch was übrig ist.

„Das darf doch alles nicht war sein.“ Fluchte ich.

Ich schaute auf die Uhr. Fünf nach zehn.

Entgeistert suchte ich nach den Ohropax.

„Nur noch ein Stündchen.“ Dachte ich.

Ich schlummerte nun tief und fest. Ich bekam sogar einen Traum geschenkt. Dann weckte mich ein unnatürliches Rumpeln und Poltern im Haus. Das Bett vibrierte sogar dadurch.

Zwanzig nach elf.

Der Nachbar der schon seit mehr als 8 Monaten bei uns im Haus wohnte, renovierte immer noch. In regelmäßigen Abständen hört man ihn hämmern, sägen, bohren oder scheinbar aus Langeweile auf irgendetwas Krach zu erzeugen.

„Ok. Ok.“ schrie ich.

„Ich stehe auf. Scheiße Mensch.“

 

 

3.12.09 00:04


Seelenfraß

Es kriecht es ist hinter mit her.

Es hat meine Beine.

Sie werden müde sie werden schwer.

Ich muss stehen bleiben.

Ich kann nicht mehr.

Es umwickelt meine Beine.

Immer weiter, immer mehr.

Meinen Bauch,

meine Brust.

Ich atme nur schwach.

Es kriecht in mich hinein.

Wohl wissend,

wie wertvoll kann sein,

was in mir ist.

Es sucht,

es forscht,

es schmerzt mich sehr.

Nun bin ich tot und leer.

Meine Hülle lässt es frei.

Sie läuft davon.

Doch mich,

mich gibt es nun nicht mehr.

Mich hat der Seelenfraß geholt.

2.12.09 23:59


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung