Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren


http://myblog.de/xajaran

Gratis bloggen bei
myblog.de





Seelenschändung

Es war ein emotionsloses Kind.
Nicht mehr fähig zu zeigen, was es fühlte.

Verstummt wegen all der erwachsenen Taten.
Verstümmelt an der kleinen Seele.
Hilflos in der Welt, die nicht seine war.
Der geschändete Geist nicht mehr fähig das Kindlich-schöne wahrzunehmen.
Die Gefühle nicht mehr lebendig und doch nicht tot.

Es schreit.
Seine Worte sind zu leise.
Seine Worte sind überall fremd.
Unverständlich für jedes andere Ohr.

Die Retter – verständnislos erwachsen.
Der Neubeginn – kindlich geträumt.
Die Hoffnung – sterbend.
Das Kind – schon tot.
2.5.09 23:03


Hände auf meinem Körper

Ich liege auf dem Bett. Die Beine von mir gestreckt. Die Füße fest auf den Boden gestellt, hoffend das er mich hält. Die Arme habe ich von mir gestreckt, weit nach oben. Es fühlt sich an als würden sie mich fort reißen. Doch es ist gut so. So kann ich mich spüren und weis ich bin noch da.
Dann schließe ich die Augen.
Ich spüre wie mir die Schuhe geöffnet werden. Ganz langsam. Behutsam. Es war nicht leicht. Ich bin froh, dass ich jetzt hier bin. Es war hart. Und ich bin froh, dass ich hier ruhe.
Erst der rechte, dann der linke. Ich bin Schuhlos.
Ein fester Druck auf den linken Fuß. Eine wohltuende Umkreisung dessen, was sich angesammelt hat. Dann ist alles weg. Rechts. Das gleiche Spiel. Ich bin gelöst.
Wie von Zauberhand werden die gequälten und doch gekrönten Füße ihrer Last befreit. Ein Windhauch um fährt sie. Sie sind frei. Sie erleben was oft gewünscht. Ungebunden. Sehend.

Dann eine Hand. Liebevoll geht sie auf die Reise. Und sie bringt ihren Freund gleich mit. Sie streichen ganz zart, als wären sie nicht da. Und doch spüre ich sie beide, wie sie das Bein empor klimmen und am Bauch halten. Die eine sucht etwas und doch ist es mir nicht unangenehm. Ich spüre einen leichten Druck und dann höre ich es.
Dieses Geräusch von zerreißendem Metall. Ich mag es.
Es beginnt ein Kampf.
Die beiden Hände halten fest zusammen, wissend dass sie nur gemeinsam stark sind. Sie ziehen und zerren und der Stoff verliert.
Ich bin gelöst. Ich bin frei. Ich danke den Händen. Stillschweigend. Stumm.

Sie wiederum ihrer Taten stolz begeben sich wieder auf die Reise. Zu den Knöcheln heißt ihr Ziel. Gepackt und für ein neues Ziel bestimmt reißen sie sie zart in die Höhe. Und dort verweilen sie. Sie haben noch jemanden mit gebracht. Stumm und schmatzend haben sie dem Mund das Feld überlassen.
Für sie gibt es einen neuen Ort. Dieser kurze Höhenflug war genug.
Abgelegt auf fremden Schultern verweilen meine Beine. Dann werde ich zärtlich auf das Bett geschoben. Eine zielgerichtete Zusammenarbeit von Händen und einem Oberkörper der nicht meiner ist. Doch ich wehre mich nicht.
Zu schön ist die zarte Anspannung in der Voraussicht was der Taten noch folgen wird.

Ich fühle wie neben mir das Bett in den Pakt einwilligt, alles für mich zu tun. Von rechts wandert erneut eine Hand schleichend und doch neugierig unter mein Shirt.
Entledigende Zusammenarbeit befreit mich erneut aus meinen Grenzen. Bis ich gelöst auf meinem Bett liege. Ich fühle wie Hände und Mund mich überall umschmeicheln und lasse mich darauf ein. Ich kann nun nicht wiederstehen und öffne meine Augen um zu sehen.
Doch liege ich nun auf dem Bett alleine. So wie ich mich nieder lies.
2.5.09 23:02


[erste Seite] [eine Seite zurück]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung